Die Hannover-Altenbekener Eisenbahn. Michael Bahls
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Art.Nr.: 901-545Details zum Inhalt:
Die Hannover-Altenbekener Eisenbahn (HAE) reichte von Hannover vorbei am Deister und durch das Weserbergland und das Eggegebirge bis Altenbeken sowie von Löhne über Hameln und Hildesheim bis ins Harzvorland. Sie entstammte der kurzen Zeit, in der man im Königreich Hannover den Privatbahnen aufgeschlossen gegenüberstand, doch war ihr als eigenständiges Eisenbahnunternehmen kein langes Leben beschieden. Ihr Streckennetz, das unter der Preußischen Staatsbahn weitgehend zweigleisig ausgebaut wurde, existiert grundsätzlich noch heute.Ihre Geschichte ist untrennbar mit dem "Eisenbahnkönig" Bethel Henry Strousberg verbunden. Seine Art der Kapitalbeschaffung war einer der Gründe für den Niedergang der HAE, und so mußten etliche der durch die HAE initiierten Projekte fallengelassen werden. Die Strecken Hildesheim - Braunschweig und Grauhof - Goslar, die teils auf Planungen der HAE basierten, entstanden daher erst nach der Verstaatlichung. Ein Hauptgrund für die Gründung der HAE war der unter der Konkurrenz der Ruhrkohle leidende Kohlenbergbau am Deister, zumal die Ruhrkohle durch die bessere Eisenbahnverbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover jahrzehntelang im Vorteil war.
Die als Bindeglied im West-Ost-Güterverkehr gedachte Löhne-Vienenburger Strecke verdankte ihre Existenz vor allem der Finanzkraft der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn. Die Grenzziehungen nach dem 2. Weltkrieg brachten einen herben Einschnitt, zumal der Ost-West-Verkehr zum Erliegen kam. Die Hannover-Altenbekener Strecke gewann währenddessen als Entlastung der stark frequentierten Fernbahn Hannover - Würzburg an Bedeutung und wurde elektrifiziert. Obwohl der Nahgüterverkehr fast völlig verschwunden ist, hat die Strecke im Pendlerverkehr eine wichtige Funktion. Dasselbe gilt für die ebenfalls elektrifizierte Deisterstrecke Weetzen - Haste, deren Güterverkehr seit dem Niedergang des Bergbaus keine Rolle mehr spielt. Das Netz der HAE wurde später noch um zwei kleine Strecken ergänzt, nämlich die längst verschwundene Süntelbahn Bad Münder - Bad Nenndorf und die Stichbahn Schieder - Blomberg.
Die Eigenheiten der HAE - die eigene Verwaltung, die umständliche Übergabe an den Knotenpunkten zur Staatsbahn, die erstmals vereinheitlichten Lokomotiven - sind heute längst Vergangenheit. Dieses Buch will sie ebenso wie die gesamte Entwicklung der HAE der Nachwelt erhalten. Kurz dargestellt und illustriert werden auch die angrenzenden Privat-, Straßen-, Werks- und Hafenbahnen.
Inhalt:
Vorgeschichte und Bau der HAE-Strecken: Vorgeschichte und Bau/Planung, Bethel Henry Strousberg, Der Bahnbau
Betrieb, Anlagen und Fahrzeuge zur HAE-Zeit: Die Anfangsjahre, Die Gebäude, Die Strousberg-Normallokomotiven, Der Wagenpark
Von der Verstaatlichung bis heute: Die Jahre von 1880 bis 1900, Ausbau der Strecken und Bahnhöfe, Der Einsturz des Rehbergtunnels, Reiseverkehr vor dem 1. Weltkrieg, Der 1. Weltkrieg und die Zeit danach, Die nationalsozialistische Zeit, Von 1945 bis Anfang der 70er Jahre, Die Zeit seit 1970
Die Hauptbahn Hannover - Altenbeken: Hannover, Vorbei an Deister bis an die Weser, Hameln, Durch das Emmertal, Ins Eggegebirge, Der Bahnknoten Altenbeken
Die Deisterbahn Weetzen - Haste: Zur Geschichte der Deisterbahn, Strecke und Stationen
Die Strecke Löhne - Hameln - Elze - Hildesheim - Vienenburg: Im Ostwestfälischen, Entlang der Weser nach Hameln, Über den Ith nach Elze, Auf der Nordsüdstrecke nach Nordstemmen, Hildesheim, Durch das Harzvorland nach Vienenburg
Die Nebenbahn Schieder - Blomberg: Geschichte und Bahnanlagen
Die Süntelbahn Bad Münder - Bad Nenndorf: Vorgeschichte und Bau, Aus der Betriebszeit, Strecke und Stationen
Lokomotiven und Triebwagen auf den HAE-Strecken: Länderbahnlokomotiven, Dampflokomotiven der Reichs- und der Bundesbahn, Diesel- und Elektrolokomotiven, Triebwagen





















